Drohne liefert Grundlagendaten für Brückeninspektion

3D Modell der Europabrücke
Millimetergenauer Scan der Brückenpfeiler

Alle sechs Jahre schiebt sich ein Inspektionswagen unter Österreichs höchste Brücke um diese auf Herz und Nieren zu prüfen. Eine aufwändige und nicht ungefährliche Arbeit vor allem in schwer zugänglichen Bereichen. Hier kommt TRIGONOS ins Spiel. Mithilfe von zwei Drohnen wurde in den letzten Wochen ein photorealistisches 3D-Modell der Brücke erstellt, das die Grundlage für die weiteren Inspektionen lieferte.

190 Meter über der Sill rollt tagtäglich der Verkehr über die 820 Meter lange Europabrücke. Fünf Brückenpfeiler mit bis zu 150 Metern Höhe sorgen für Stabilität. Damit auch künftig für Sicherheit gesorgt ist, wird die Brücke in regelmäßigen Abständen überprüft. Das passiert durch tägliche Kontrollfahrten sowie eine mehrtägige Inspektion im Zweijahresrhythmus. Alle sechs Jahre ist eine intensive Inspektion des Bauwerks durch einen speziellen Kranwagen vorgeschrieben. Weil dieser Kranwagen von der Fahrbahn aus zwar das Tragwerk nicht aber die sehr schwer zugänglichen Pfeiler erreicht, werden diese sowie andere nur mit hohem Aufwand zu erreichende Bereiche inzwischen mithilfe von Drohnen inspiziert. Die Europabrücke wurde von den 3D-Spezialisten bei TRIGONOS mit zwei Drohnen - bestückt mit Kamera und Laserscanner - mit einer Genauigkeit von 15mm und einer Photo-Auflösung von 1mm erfasst. Diese Methode der Objekterfassung hilft das Risiko für das Personal zu minimieren und steigert die Effizienz bei der Inspektion. Aus den insgesamt 6.600 Fotos und einer Unmenge von Laserscan-Punkten enstand ein photorealistisches 3D-Modell.

Eine Brückeninspektion ist in der Regel nur mit speziellen Hebebühnen auf LKW-Basis oder mit einem Gerüst machbar. Beides kostet Geld und birgt ein hohes Risiko. Eine Drohne mit HD-Kamera erledigt diese Aufgabe zu einem Bruchteil der Kosten und liefert archivfähiges Material, das jederzeit abrufbar ist.